Gemeindewappen Neu Bidschow (Nový Bydžov)

Neu Bidschow (Nový Bydžov)

Ursprünglich eine Königstadt, die zum ersten Mal in Quellen im Jahr 1305 erwähnt wurde, wurde an dem Fluss Zidlina (Cidlina) auf einer regelmäßigen geometrischen Grundlage gegründet, die im mittelalterlichen Urbanismus einzigartig ist. Schon im Jahre 1325 kam die Stadt in den Besitz von Wartenbergs, ab dem Jahr 1516 von Persteins und ab 1548 von Waldsteinen gekommen. Im Jahr 1569 kaufte sich Neu Bidschow (Nový Bydžov) aus dem Joch los und wurde zur königlichen Leibgedingstadt. In den Jahren 1751 bis 1784 war es eine Residenzstadt von der neu entstandenen Bidschower Region, die sich von Riesengebirge (Krkonoše) über Hohenelbe (Vrchlabí), Starkenbach (Jilemnice), Neupaka (Nová Paka), Jitchin (Jičín), Horschitz (Hořice), Neu Bidschow (Nový Bydžov), Chlumetz an der Zidlina (Chlumec nad Cidlinou) und Podiebrad (Poděbrady) bis zu Sadska (Sadská) erstreckte. Aus dem Grunde der Lage wurde der Regionsitz nach Jitschin versetzt, doch der Regionname blieb bis 1850 bewahrt. Seit 1850 war Neu Bidschow bis 1960 eine Bezirksstadt. Auch nach der Bezirksaufhebung blieb die Stadt ein natürliches Zentrum vom ganzen Einzugsgebiet geblieben.

Die Stadtmitte bildet ein Stadtplatz mit einer rechteckigen Mündung von vier Haupt- und acht Nebenstrassen. Dieses Gebiet ist zur Denkmalzone erklärt. Vom Anfang des 14. Jahrhunderts blieb die gotische Kirche St. Laurentius erhalten. Das Stadtplatzzierstück ist seit dem Jahr 1865 das neugotische Rathaus und die Barockstatuengruppe von der Marien-Pestsäule. Im südlichen Stadtteil hinter den Mauern wurde im Jahre 1520 der Judenfriedhof gegründet, der der drittälteste in Tschechien ist.

Einen bedeutenden historischen Wert haben die Sammlungen von dem Stadtmuseum im Sezessionsgebäude der ehemaligen Sparkasse (z.B. die Bilder von Peter Brandl und Statuen von Václav Kudera Křapík). Die hiesige Galerie stellt über zwei hundert Kunstwerke der Künstler vom 19. und 20. Jahrhundert dar.

Neu Bidschow wurde ein Geburtsort von einer ganzen Reihe bedeutender Persönlichkeiten – vom Rektor der Prager Universität, vom bedeutenden Philosophen und Historiker Marek Bydžovsky z Florentina, von Josef Němec, dem böhmischen Patriot und Ehemann von der Schriftstellerin Božena Němcová, vom Mäzen des böhmischen Schulwesens und der Kultur Alois Turek und von vielen anderen.

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